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Impressum

Kompetenznetz Franken
c/o Röntgeninstitut und Brustdiagnostik-Zentrum Nürnberg

Dr. med. Hans-Jürgen Löwe
Dr. med. Hubertus Gloger
Dr. med. Walfried Wiss
Dr. med. Klaus Gentes
Dr. med. Anita Zajdler
Olena Schubert
Dr. Norbert Wilke

Weiltingerstr. 13
90449 Nürnberg
Telefon: 0911 68877-00
Telefax: 0911 68877-015

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Dr. med. Hubertus Gloger

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Bayerische Landesärztekammer
Mühlbaurstr. 16
81677 München
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Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
Arabellastr. 30
81925 München
www.kvb.de   

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Ärzte (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)

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Glossar

Abdomen-Leeraufnahme: Leeraufnahme des Bauches, d.h. die Röntgenaufnahme des Bauches ohne Verwendung von Kontrastmittel.

Amniographie: intrauterine (d. h. innerhalb der Gebärmutter) Röntgenkontrastdarstellung des Fetus; durch Ultraschalldiagnostik ersetzt.

Anamnese: [gr. Erinnerung] Krankengeschichte; Art, Beginn u. Verlauf der aktuellen Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken (Eigenanamnese) oder dessen Angehörigen (Fremdanamnese) erfragt werden.

Angiographie: Methode zur Darstellung der (Blut-)Gefäße. Hierfür wird häufig ein Kontrastmittel in das Blutgefäß gespritzt. Zweck ist u. a. das Aufspüren von Gefäßengstellen oder Blutungen. Seldinger-Methode, CT-Angiographie, MR-Angiographie.

Angiokardiographie: (Angio-; Kardiographie); Röntgenkontrastdarstellung der Herzhöhlen u. der großen Gefäße nach Herzkatheterisierung; ermöglicht die Beurteilung von Form, Größe u. Veränderungen der Herzhöhlen, Herzklappen sowie der großen Gefäße.

Arteriographie: Darstellung von Arterien. Siehe auch Angiographie.

AUG: Abk. für Ausscheidungsurographie, Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege.

BA-Einlauf: Abk. für Bariumeinlauf.

Bariumsulfat: BaSO4; verwendet als Kontrastmittel für Röntgenuntersuchungen des Gastrointestinaltrakts; natürlich als Schwerspat vorkommend.

Becken-Bein-Angiographie: spezielle computergestützte Röntgenuntersuchung, mit deren Hilfe sich frühzeitig Verengungen und Veränderungen von Arterien des Beckens und der Beine erkennen lassen. Zum Sichtbarmachen der Gefäße wird ein Kontrastmittel gespritzt. Verengungen an Arterien des Beckens und der Beine entstehen in der Regel im Rahmen der so genannten Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Brachytherapie: Strahlentherapie, bei der die Strahlenquelle direkt am Tumorgewebe angebracht wird.

Breischluck: Röntgenuntersuchung der Speiseröhre mit Kontrastmittel (Bariumsulfatsuspension).

Bronchographie: Röntgendarstellung der Verästelungen der Luftröhre (Bronchien) nach Verabreichung eines Kontrastmittels.

Buckytisch: spezieller Röntgentisch, benannt nach Gustav Peter Bucky (*1880, †1963), bedeutender Radiologe und Physiker.

Cardio-MRT: Kardio-MRT

CCT: Abk. für Craniale Computertomographie; Schichtaufnahme des Kopfes.

Computertomographie: Abk. CT; Röntgendiagnostisches, computergestütztes bildgebendes Verfahren nach dem Prinzip der Tomographie. Bei der CT können Körperorgane in jeder Schicht aus nahezu 1.000 Richtungen aufgenommen werden. Die Messwerte werden von einem Computer zu überlagerungsfreien, zwei- oder dreidimensionalen Bildern weiterverarbeitet. Als schnelle und umfangreiche Untersuchung ist die CT auch besonders in der Traumamedizin für Unfallopfer, z. B. bei Kopfverletzungen und bei der Suche nach Blutungen oder für die Untersuchung Schwerkranker, geeignet. Geringe Bewegungen, z. B. von unruhigen Patienten, machen weniger Probleme als in der Magnetresonanztomographie (MRT). Auch zur Schlaganfall-Diagnostik (Stroke Unit) ist die Sofort-CT die Methode der Wahl.

Craniale Computertomographie: Abk. CCT; ist heute in weiten Bereichen von der Kernspintomographie abgelöst worden, bei der Diagnose einer frischen Blutung od. eines Hämatoms im Bereich des Schädels, von Schädelbasisfrakturen sowie Schädelbasistumoren mit knöchernem Defekt dieser allerdings überlegen.

CT-Angiographie: bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Blutgefäßen mithilfe der Computertomographie.

Digitales Röntgen: Verfahren, bei denen die Aufnahmen digitalisiert werden. Der große Unterschied zum Röntgenfilm ist die bessere Nachbearbeitung und die Integration in den Ablauf eines Krankenhauses oder einer Arztpraxis.

Digitale Subtraktionsangiographie: Abk. DSA; ein Röntgenverfahren zur besonders kontrastreichen Darstellung von Blutgefäßen. siehe auch Angiographie.

Doppelkontrastuntersuchung: Verfahren zur Röntgendarstellung von Hohlorganen, z. B. Dünndarm. Kombination von positivem, d. h. Röntgenstrahlen zurückhaltenden(Jod, Barium), und negativem, d. h. Röntgenstrahlen ungebremst durchlassenden (Luft, CO2) Kontrastmittel.

Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA/DEXA): Untersuchungsmethode zur Knochendichtemessung. Bei diesem Verfahren werden gleichzeitig zwei energetisch leicht unterschiedliche Röntgenquellen eingesetzt. Materialien mit unterschiedlicher Dichte zeigen, abhängig von der Energie der Röntgenstrahlung, unterschiedliche Schwächungscharakteristiken.
Für jeden Messpunkt im Röntgenbild existieren also beim DXA/DEXA-Verfahren zwei Schwächungswerte für zwei Röntgenenergien. Dementsprechend können im Vergleich zum herkömmlichen Röntgenverfahren nicht nur die allgemeine Schwächung durch den gesamten Körper gemessen, sondern auch verschiedene Materialien genauer unterschieden werden.

Durchleuchtung: kontinuierliche Betrachtung von Vorgängen im menschlichen oder tierischen Körper mittels Röntgenstrahlung.

DXA/DEXA: Dual-Röntgen-Absorptiometrie.

2 Ebenen: Die Röntgenaufnahme ist wie ein gewöhnliches Foto ein zweidimensionales Bild. Um eine krankhafte Veränderung besser zu erkennen und im dreidimensionalen Raum zu lokalisieren, werden Aufnahmen in unterschiedlichen Ebenen durchgeführt (üblicherweise 2 Ebenen, z. B. bei Aufnahmen von Knochen oder der Lunge).

ERCP: Abk. für endoskopische retrograde Cholangio-Pancreaticographie; Röntgenkontrastdarstellung des Gallengangsystems und des Gangs der Bauchspeicheldrüse mithilfe eines Endoskops.

Extremitäten-Magnetresonanztomographie: MR-Untersuchung der Arme oder Beine.

Facettengelenksinfiltration: Abk. FGI; bei der Behandlung von degenerativen Wirbelsäulen-Erkrankungen kann eine Injektion in oder an ein abgenutztes, arthrotisches Wirbelgelenk (Facettengelenk) oder in dessen Umgebung sinnvoll sein. Dazu werden lokal wirksame Schmerzmedikamente (Lokalanästhetika) und Cortison eingesetzt. Unter computertomographischer Kontrolle wird eine zielgenaue Behandlung direkt am Ort des Schmerzgeschehens ermöglicht.

Funktionelle Magnetresonanztomographie: eine relativ junge Weiterentwicklung der herkömmlichen MRT. Sie ist in der Lage – zusätzlich zu den anatomischen Bildern – auch Änderungen der Gehirnaktivität bildlich darzustellen. Man kann sozusagen dem Gehirn beim Denken zuschauen.

Gadoliniumhaltige Kontrastmittel: Gadolinium-Chelate, die wegen der paramagnetischen Eigenschaft des Gadoliniumatoms zu einer Verkürzung der Relaxationszeiten in der Nähe des Kontrastmittels und damit z. B. in T1-gewichteten Aufnahmen zu einer helleren (signalreicheren) Darstellung von Strukturen führen.

Galaktographie: Syn. Duktographie; Darstellung der einzelnen Milchgänge der (weibl.) Brustdrüse in zwei Ebenen mit wässrigem Röntgenkontrastmittel nach Sondierung der Ausführungsgänge mit einer Knopfkanüle; v. a. bei sezernierender (feuchter, eitriger) bzw. blutender Brustwarze. Mammographie.

Gammakamera: Syn. Szintillationskamera; bildgebende Apparatur der nuklearmed. Diagnostik (Szintigraphie).

Gammastrahler: Radionuklide, die Gammastrahlen emittieren; als reine Gammastrahlen werden isomere Nuklide bezeichnet, diese führen wegen der fehlenden Korpuskularstrahlung zu besonders niedriger Strahlenexposition des Patienten in der nuklearmedizinischen Anwendung.

Hysterosalpingographie: Röntgendarstellung der Gebärmutterhöhle und der Eileiter nach Verabreichung eines Röntgenkontrastmittels.für Ihre Gesundheit

Interventionelle Radiologie: umfasst gering invasive therapeutische Maßnahmen, die mithilfe bildgebender Verfahren durchgeführt werden, z. B. Periradikuläre Therapie.

jodhaltige Kontrastmittel: werden entweder in ein Blutgefäß gespritzt und über die Nieren wieder ausgeschieden oder direkt in das darzustellende Gewebe injiziert. Sie dienen zur Darstellung der Nieren und Harnwege, der Venen ( Phlebographie), der Arterien ( Arteriographie) oder anderer Organe und Körperhöhlen.

Kardio-CT: Bei der ultraschnellen Computertomographie wird das Herz nach Kontrastmittelapplikation spiralförmig mit hoher Geschwindigkeit und mit mehreren Schichten gleichzeitig mittels Röntgenstrahlen aufgenommen.

Kardio-MRT: eine spezielle MRT des Herzens, kann krankhafte Veränderungen ohne Röntgenstrahlen sichtbar machen, die mit anderen Methoden nicht zu sehen sind. Diese Methode arbeitet mit Radiowellen und Magnetfeldern, die nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Nebenwirkungen für die Patienten haben.Nicht jede Operation ist vermeidbar. Aber die rasante Entwicklung in der Bildgebung trägt dazu bei, dass in definierten Fällen heute schon auf risikoreichere, invasive Eingriffe in den Körper verzichtet werden kann (z. B. primär diagnostische Herzkatheter-Untersuchungen, diagnostische Kniearthroskopien).

Kernspintomographie: Syn. Magnetresonanztomographie; computergestütztes bildgebendes Verfahren der Tomographie, das auf dem Prinzip der Magnetresonanz beruht; im Ggs. zur konventionellen Röntgendiagnostik bzw. Computertomographie wird hierbei keine Röntgenstrahlung verwendet, sondern die Energie gemessen, die unter Einfluss eines von außen angelegten starken Magnetfeldes bei Relaxation der durch einen kurzen Hochfrequenzimpuls angeregten Kernspins aus dem Körper in Form von elektromagnetischen Wellen austritt.

Knochenmark-Szintigraphie: Darstellung des blutbildenden oder des phagozytierenden Knochenmarks zur frühen Diagnostik pathologischer Knochenmarkprozesse.

Knochen-Szintigraphie: Nachweis von erhöhtem Kalzium-Stoffwechsel mit Szintigraphie. Pathologische Knochenprozesse stellen sich primär als Aktivitätsanreicherung dar.

Kontrasteinlauf: Abk. KE; eine Röntgenuntersuchung des Dickdarms mit Einlauf von Kontrastmittel (Bariumsulfatsuspension).

Kontrastmittel: Zur besseren Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers werden in bildgebenden Verfahren, vor allem in der Röntgen- und CT-Diagnostik, der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Sonographie Kontrastmittel eingesetzt. Es gibt orale Kontrastmittel, die mit einem zeitlichen Vorlauf vor der Untersuchung getrunken werden. Weiterhin gibt es Kontrastmittel, die während einer Untersuchung über die (Arm-)Vene gespritzt werden. Der Einsatz und die Art der Verabreichung hängen von der jeweiligen Untersuchung ab. Kontrastmittel werden im Allgemeinen gut vertragen und sind relativ nebenwirkungsarm. Vor der Gabe von Kontrastmitteln werden die Patienten über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. Die Patientenanamnese (Krankheitsvorgeschichte) liefert ggf. wichtige Informationen für den Ablauf der Untersuchung und die Auswahl des richtigen Kontrastmittels.

Kontrastmittelreaktion: unerwünschte Reaktion des Körpers auf ein Kontrastmittel.

Koronarangiographie: Röntgenkontrastdarstellung (Serie von Röntgenaufnahmen in schneller Bildfolge) der Herzkranzgefäße mittels Katheter; dient der Diagnose funktioneller Störungen und organischer Erkrankungen.

Lungeninhalations-Szintigraphie: wird mit 99mTc-DTPA durchgeführt. Der Patient atmet die fein zerstäubten Aerosole über ein spezielles Inhalationssystem ein. Szintigraphie.

Lungenperfusions-Szintigraphie: Untersuchung der Durchblutung der Lunge mit 99mTc-MAA oder 99mTc-HAM. Das normal funktionierende Lungengewebe stellt sich durch Blockade der Endkapillaren (jede 10.000ste) dar. Szintigraphie.

Lungen-Ventilations-Szintigraphie: Untersuchung der Lungen-Ventilation mit radioaktiven Edelgasen, z. B. mit 81mKr oder 133Xe über ein spezielles Inhalationssystem. Szintigraphie.

Lymphoszintigraphie: auch indirekte Lymphographie; szintigraphisches Verfahren zur Darstellung der Lymphgefäße u. -knoten.siehe auch Szintigraphie.

Magnetresonanztomographie: Abk. MRT; siehe Kernspintomographie.

Mammogramm: Röntgenaufnahme der Brust.

Mammographie: Röntgenaufnahme derweibl. Brust mit einer bes. Technik (meist Rastertechnik), insbesondere zur Erkennung von Brustkrebs oder Vorstufen von Brustkrebs, zur Objektivierung u. Lokalisierung eines pathol. Tastbefundes, bei Flüssigkeit absondernder Mamille oder blutender Mamma u. zur Überwachung von Risikopatienten bzw. zum Screening.

Mammographie-Screening: Röntgen-Reihenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ist es seit kurzem Bestandteil der von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen bezahlten gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen. Zur Screening-Mammographie wird schriftlich im zweijährigen Abstand in zertifizierten Mammographie-Einheiten eingeladen.

Medizinisch-technische Radiologieassistenten: Abk. MTRA; Nach 3-jähriger Ausbildung und erfolgreichem Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung ist die/der MTRA hauptsächlich in den Gebieten diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie beschäftigt. Hier ist die/der MTRA u. a. verantwortlich für die Vorbereitung des Patienten, die exakte Lagerung bei der Untersuchung und die gute Qualität der entstehenden Bilder.

Monokontrastuntersuchung: Anwendung nur eines positiven oder negativen Kontrastmittels.

MR-Angiographie: Gefäßdarstellung mithilfe der MRT.

MR-Spektroskopie: Die unterschiedlichen Magnetresonanz-Eigenschaften von Molekülen können neben der Erzeugung von Schnittbildern verschiedener Organsysteme auch zur Analyse von Stoffgemischen eingesetzt werden. Die einzelnen molekularen Bestandteile auch von Geweben lassen sich anhand ihrer unterschiedlichen Resonanzfrequenzen identifizieren und quantifizieren (Spektroskopie). Die MR-Spektroskopie erzeugt also keine Abbildungen der Gewebsstrukturen wie die MRT, sondern misst die Gewebszusammensetzung. Die MR-Spektroskopie kommt beispielsweise im Bereich der Früherkennung von Prostata-Krebs und funktionellen Störungen des Gehirns zum Einsatz.

MTRA: Medizinisch-technische Radiologieassistenten.

Nativradiologisch: als sog. Leeraufnahme durchgeführt; radiologische Darstellung ohne Verwendung von Kontrastmitteln.

Neuroradiologie: Teilgebiet der Radiologie. Ziel ist die Darstellung und Beurteilung des (zentralen) Nervensystems mit Bildgebungsverfahren, unter anderem MRT, CT und Sonographie. Ferner werden Methoden der interventionellen Radiologie eingesetzt.

Nierenfunktions-Szintigraphie (Nierenclearance): nuklearmedizinisches, funktionelles Verfahren, welches eine seitengetrennte Beurteilung der Nierendurchblutung, der Harnausscheidung und des Harnabflusses sowie der Nierenfunktion ermöglicht.

Nuklearmedizin: med. Fachgebiet, das sich mit der diagn. und therap. Anwendung meist kurzlebiger radioaktiv markierter Substanzen befasst; in der Nuklearmedizin können von verschiedenen Organen Funktionsuntersuchungen durchgeführt werden (Szintigraphie), durch die Erkrankungen zu einem sehr frühen Zeitpunkt festgestellt werden. Durch radioakiv markierte Substanzen werden mit speziellen Untersuchungsgeräten (Gammakameras) Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht. Diese können die vom Körper ausgehenden radioaktiven Gammastrahlen in ein diagnostisches Bild (Szintigramm) verwandeln.

Orthovolt-Therapie: Röntgenreizbestrahlung. Der erkrankte Bereich wird mit einer niedrig dosierten Röntgenbestrahlung mehrfach behandelt, wobei die Einzelbestrahlung meist nur etwa 20 Sekunden dauert. Der Strahlungsreiz steigert die Durchblutung und den Stoffwechsel, fördert die Rückbildung der Entzündung im erkrankten Bereich und somit auch nebenwirkungsarm der Schmerzsymptome. Die vollständige Wirkung der Behandlung setzt oft erst nach Wochen ein.

Osteodensitometrie: Knochendichtemessung; medizinisch-technische Verfahren, die zur Bestimmung der Dichte bzw. des Kalksalzgehaltes des Knochens dienen. Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Frauen in der Menopause, Männer über 50 Jahre, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit Mangelernährung bzw. Vitaminmangel. Auch bestimmte Erkrankungen wie die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) oder Medikamente wie Kortikoide begünstigen den Substanzverlust der Knochen. Häufigstes Anwendungsgebiet der Knochendichtemessung am Menschen ist die Osteoporose-Diagnostik und die damit einhergehende Bestimmung des Frakturrisikos.

Perfusions-Szintigraphie: Darstellung der Organdurchblutung. Die szintigraphischen Aufnahmen erfolgen während der ersten zwei Minuten nach der Verabreichung des Radiopharmakons. Ausnahme: Lungenperfusions-Szintigraphie.

Periradikuläre Therapie: Abk. PRT; Rückenschmerztherapie bei anhaltenden Schmerzen mit entzündlichen Prozessen und Bewegungsbeeinträchtigungen (u. a. bei schmerzhafter Arthrose der Wirbelgelenke). Unter computertomographischer Kontrolle können Nervenwurzeln ganz gezielt mit einer Punktionsnadel angesteuert werden. Die zielgenaue Behandlung direkt am Ort des Schmerzgeschehens ermöglicht eine schnelle Wirkung bei geringer Medikamentendosis.

PET: Abk. für Positronen-Emissions-Tomographie: hierbei wird gegenüber anderen nuklearmedizinischen Verfahren eine etwa 100fach höhere Empfindlichkeit und eine erhöhte Ortsauflösung erreicht. Das Prinzip der PET-Untersuchung besteht darin, Koinzidenzen zwischen je zwei genau gegenüberliegenden Detektoren aufzuzeichnen. So können Stoffwechselvorgänge früher und genauer im Körper sichtbar gemacht werden als mit jedem anderen Verfahren. Die Haupteinsatzgebiete der Methode sind daher die Früherkennung, insbesondere bei Krebserkrankungen, und zunehmend die molekulare Bildgebung.

PET-CT: Hier werden die Positronen-Emissions-Tomographie und die Computertomographie miteinander kombiniert. Anatomische und funktionale Untersuchungen können fast zeitgleich durchgeführt werden. Durch Überlagerung wird ein Fusionsbild erstellt, in dem sich die Informationen aus beiden Verfahren optimal ergänzen. Art und exakte Lokalisation eines Befundes werden so noch präziser und schneller erkannt. Die PET-CT ist eine Weiterentwicklung der PET. Ihr kommt beispielsweise bei der Früherkennung der Alzheimerkrankheit eine führende Rolle zu.

Phlebographie: Kontrastdarstellung der venösen Blutgefäße. Die Injektion des Kontrastmittels erfolgt meist relativ einfach in eine oberflächliche Hautvene. Die Röntgenuntersuchung der venösen Blutgefäße dient in erster Linie dem Nachweis von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel (Thrombosen), der Darstellung von Krampfadern (Varizen) vor einer Operation oder von Engen bzw. Varianten (Anomalien) des venösen Gefäßsystems.

Positronen-Emissions-Tomographie: PET.

Quantitative Computertomographie: sowie periphere quantitative Computertomographie (pQCT) sind Spezialformen der Computertomographie. Bei herkömmlichen CT-Verfahren wird die genaue Dichte jedes einzelnen Volumenelements (so genanntes Voxel) nur ungenau ermittelt, da hier der Schwerpunkt auf der Bildgebung, also beispielsweise auf der Unterscheidung und der Geometrie einzelner Organe, liegt. Im Gegensatz zur herkömmlichen CT bestimmt das QCT/pQCT-Verfahren die absolute Dichte jedes Voxels genau. Die QCT wird zur Diagnose und zur Verlaufskontrolle einer Osteoporose eingesetzt.

RA: Abk. für Röntgenaufnahme des Abdomens.

Radiologie: [engl. radiology] Strahlen(heil)-kunde; Wissenschaft u. Lehre der med. Nutzbarmachung best. Strahlungsarten in Diagnostik u. Therapie. Verschiedene Teilgebiete: Röntgendiagnostik, Strahlentherapie, Nuklearmedizin; i. w. S. auch Anwendung anderer bildgebender Verfahren wie Ultraschalldiagnostik und Kernspintomographie.

Radiologische Therapie: Neben der Strahlentherapie kommt der interventionellen Radiologie steigende Bedeutung zu. Mittels Kontrolle durch bildgebende Techniken (z. B. Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie) können manche Erkrankungen minimalinvasiv behandelt werden, d. h. ohne offenen chirurgischen Eingriff (siehe auch Periradikuläre Therapie).

Radiopharmaka: Arzneimittel, die Radionuklide enthalten u. deren Strahlungsaktivität diagn. od. therap. genutzt wird.

Radiosynoviorthese: Abk. RSO; kommt bei Rheuma, aktivierten Arthrosen und sonstigen Gelenkentzündungen zum Einsatz. Weiche niedrigenergetische Betastrahlen werden über eine dünne Nadel unter Bildsteuerung gezielt in das schmerzhafte Gelenk injiziert. Sie beruhigen und glätten die gereizte Gelenkschleimhaut direkt von innen.

Radiotherapie: Bestrahlung, Strahlentherapie.

RIS: Abk. für Radiologie-Informations-System; es übernimmt die EDV-erfasste Datenverwaltung.

Röntgen, Wilhelm Conrad: (* 27. März 18 45 in Lennep, heute Stadtteil von Remscheid † 10. Februar 19 23 in München), deutscher Physiker und der Entdecker der nach ihm benannten Röntgenstrahlen und erster Nobelpreisträger im Jahre 1901. Seine Entdeckung revolutionierte u. a. die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität.

Röntgenanlage: Sammelbezeichnung für Röntgenstrahler, Röntgengenerator u. Röntgenanwendungsgeräte (z. B. Buckytisch, Rasterwandgerät, Durchleuchtungsgerät).

Röntgenbild: bei Durchstrahlung einesKörpers mit Röntgenstrahlung aufgrund der unterschiedlichen Absorption der durchstrahlten Gewebe entstehendes Schattenbild aus verschiedenen Grautonabstufungen; kann direkt auf einem strahlungsempflindlichen Schirm sichtbar gemacht od. auf Röntgenfilmen aufgezeichnet werden.

Röntgenfilme: in der Röntgenaufnahmetechnik verwendete Filme unterschiedlicher Empfindlichkeiten, die in einer Filmkassette zwei Verstärkerfolien belichten u. hauptsächlich durch das Fluoreszenzlicht der Verstärkerfolien geschwärzt werden.

Röntgenkontrastdarstellung: Darstellung von Organen mit Hilfe von Röntgenkontrastmitteln. K wie Kontrast.

Röntgenlinse: ein optisches Element, das eingesetzt wird, um Röntgenstrahlen zu fokussieren. Neben Röntgenoptiken wie gebogenen Röntgenspiegeln, Vielschichtsystemen sowie Fresnelzonenplatten werden dazu refraktive Röntgenlinsen benutzt.

Röntgenspektroskopie: Sammelbezeichnung für alle spektroskopischen Verfahren, die die Anregung und Auswertung der charakteristischen Eigenstrahlung der Atome (Röntgenstrahlen) umfassen, um Einblicke in den inneren Bau der Atome zu gewinnen. Röntgenspektren werden durch Beugung an Kristallgittern bekannter Struktur gewonnen. Analog zur optischen Spektroskopie unterteilt man die Röntgenspektroskopie in Emissions-, Absorptions- und Fluoreszenzspektroskopie (Röntgenfluoreszenzanalyse); das Gesetz über das Röntgenemissionslinienspektrum stellte H. Moseley auf.

Röntgenstrahler: technische Vorrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlung für med. od. nicht-medizinische Zwecke; besteht aus der Röntgenröhre u. einem Schutzgehäuse.

Röntgenstrahlung: zur Photonenstrahlung gehörender, von Wilhelm Conrad Röntgen 1895 entdeckter hochenergetischer Bereich des Spektrums elektromagnetischer Wellen.

Röntgen-Thorax: Die gebräuchlichste röntgenologische Untersuchung, bei der die im Brustkorb (Thorax) befindlichen Organe dargestellt werden.

Röntgenverordnung: Abk. RöV; „Verordnungüber den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen“ vom 08.01.1987 ; regelt u. a. die Betriebsvoraussetzung u. Vorschriften für Röntgenanlagen, die Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen sowie die Schutzvorschriften für beruflich strahlenexponierte Personen. Sie enthält außerdem Festlegungen zur Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik.

Schilddrüsen-Szintigraphie: nuklearmedizinische Untersuchung, die Auskunft über Funktion und Aktivität einzelner Regionen der Schilddrüse gibt.

Schnittbildmethode: Verfahren zur schichtweisen Abb. des Körpers in versch. Ebenen; Computertomographie, Kernspintomographie, Ultraschalldiagnostik.

Sellink-Untersuchung: Röntgenkontrastuntersuchung des Dünndarms nach J. L. Sellink, wobei Kontrastmittel durch einen Schlauch verabreicht wird, welcher durch die Nase bis in den Dünndarm vorgeschoben wird.

Sialographie: Darstellung des Gangsystems von Speicheldrüsen mittels Röntgenkontrastmitteln.

Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie: Abk. SPECT; Untersuchungstechnik, mit der sich der Stoffwechsel verschiedener Organe grafisch darstellen lässt. Dem Patienten werden dabei radioaktive Substanzen (Tracer) vor der Untersuchung gespritzt. Sie verteilen sich im Körper und reichern sich im zu untersuchenden Organ an. Mit einer Spezialkamera wird die Strahlung, die vom Gewebe ausgeht, gemessen. Die Messergebnisse werden zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt.

Skelettszintigraphie: nuklearmedizinisches Verfahren (Szintigraphie), mit dem die Stoffwechselaktivität des Knochengewebes dargestellt werden kann. Metastasen in den Knochen werden damit i. d. R. früher entdeckt als mit einer Röntgenaufnahme.

Sonographie: auch Echographie oder um- gangssprachlich Ultraschalldiagnostik.

SPECT: Abk. für Single-Photon-Emissi- ons-Computer-Tomographie.

Strahlenexposition: Syn. Strahlenbelastung.Jeder Mensch ist einer natürlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. In Deutschland beträgt die mittlere natürliche Strahlenexposition etwa 2,1 mSv/Jahr. Beim Einsatz von Röntgenstrahlen kommt es zur Belastung mit ionisierender Strahlung. Sie kann in höherer Dosis bösartige Neubildungen (Krebs) oder Missbildungen beim Ungeborenen verursachen. Diese gesicherten Tatsachen wurden allerdings bei Dosiswerten von >200 mSv gewonnen. Solche Dosiswerte kommen in der Röntgendiagnostik üblicherweise nicht vor und würden mehr als 20 Computertomographien (CT) des Brustkorbs (Thorax) entsprechen. Wie sich die Strahlenbelastungen mit geringerer Dosis auf die Gesundheit auswirken, darüber gibt es nur Vermutungen und Denkmodelle. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft wird davon ausgegangen, dass auch hier Schäden nicht ganz ausgeschlossen werden können. Es besteht demnach ein geringes Risiko. Strahlenangst.

Strahlenschutz: Schutz von Personen, Sachgütern u. Umwelt vor schädigender Einwirkung radioaktiver Stoffe u. ionisierender Strahlung; Schutz vor externer Bestrahlung erfolgt durch Abschirmung der Strahlenquelle u. Beschränkung des Zugangs, Einhaltung ausreichenden Abstands sowie Begrenzung der Expositionsdauer.

Strahlentherapie: auch Strahlenheilkunde; Radiotherapie, Radioonkologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der medizinischen Anwendung von ionisierender Strahlung auf den Menschen und auf Tiere beschäftigt, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern.

Szintigraphie: nuklearmedizinisches, bildgebendes Verfahren unter Verw. möglichst kurzlebiger Radionuklide bzw. Radiopharmaka, die sich nach Inkorporation in den zu untersuchenden Organen od. Geweben (z. B. Tumoren) entweder relativ selektiv anreichern od. nicht gespeichert werden. Die räumliche Verteilungsdichte der aus dem Körper austretenden emittierten Strahlung kann mit entspr. Registriereinrichtungen als zweidimensionales Szintigramm registriert werden.

Tomographie: Zusammenfassung verschiedener bildgebender Verfahren, mit denen die räumliche Struktur eines Objektes ermittelt werden kann, indem volumetrische, tiefenaufgelöste Information dargestellt wird. Erzeugt wird eine Tomographie meist, indem das Objekt in einer Serie paralleler Querschnittbilder abgetastet wird. In der radiologischen Praxis findet man die Computertomographie und die Kernspin- bzw. Magnetresonanztomographie.

Tracer: meist radioaktiv markierte physiologische Substanz, die nach Einbringung in lebende Organismen verschiedenste Untersuchungen ermöglicht od. erleichtert, ohne dabei die natürlichen Körperfunktionen zu beeinflussen.

Ultraschalldiagnostik: auch Sonographie, diagn. Verfahren mit Anw. von Ultraschall, als Impulsecho- oder Dauerschallverfahren.

Urographie: Darstellung der Nieren sowie der ableitenden Harnwege durch die intravenöse Gabe jodhaltiger Kontrastmittel. Diese werden über eine Venenverweilkanüle in eine Armvene gespritzt und nach einigen Minuten bereits über die Nieren ausgeschieden. Die Jodatome des Kontrastmittels führen zu einer erhöhten Absorption von Röntgenstrahlen und damit zu einer erhöhten Dichte, so dass weniger Strahlung den Film erreicht und zur Bildgebung herangezogen werden kann. Wo sich Kontrastmittel befindet, bleibt das Röntgenbild also weiß. Der Arzt kann dadurch die Nieren abgrenzen und den Verlauf der Harnleiter bis zur Blase sehen.

Virtuelle Koloskopie: (nicht-invasive) Untersuchung des Colons (Dickdarms) mit dem Computertomographen (CT) zur Früherkennung von Dickdarmkrebs.

X-Strahlen: ursprünglich von W. C. Röntgen gewählte, in vielen Ländern noch übliche Bezeichnung für die von ihm entdeckte u. später nach ihm benannte Röntgenstrahlung.

Xeroradiographie: auch Xeromammographie; Alternative zur herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Die Röntgenbilder werden auf Fotopapier entwickelt und können ohne Hilfsmittel betrachtet werden.